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Cannabis ist die am häufigsten konsumierte illegale Droge. Bekanntheit erlangte sie durch eine Studentenbewegung der 1960er-Jahre in den USA. Von einem Missbrauch kann man bereits dann sprechen, wenn die Droge aus Langeweile oder zur Ablenkung von Problemen konsumiert wird.
Bei den am meisten verbreiteten Cannabisprodukten handelt es sich um Marihuana, welches Blüten und Blätter sind, sowie um Haschisch, als welches Cannabisharz bezeichnet wird. Eher selten wird Haschischöl, also ein konzentrierter Auszug, verwendet.
Zu den körperlichen Wirkungen des Cannabis-Konsums zählen unter anderem gerötete Bindehäute oder geweitete Pupillen. Verhaltensstörungen wie Müdigkeit, gestörte Aufmerksamkeit, Apathie oder Zittern sind ebenfalls möglich. Je nach der Stimmung des Konsumenten können euphorische oder depressive Stimmungen intensiviert werden. Sinnes- und Denkwahrnehmungen werden verändert, das Bewusstsein erweitert. Im Rahmen der Entspannung verändern sich das Raum- und Zeitgefühl und auch das Kurzzeitgedächtnis wird gestört.
Wird Cannabis geraucht, so setzt die Wirkung fast unmittelbar ein, da der Wirkstoff über die Atemwege aufgenommen wird und schnell die Blut-Hirn-Schranke überwindet. Bereits nach einer viertel Stunde ist der Höhepunkt der Wirkung erreicht, so dass es noch rund zwei bis drei Stunden dauert bis sie vergangen ist.
Die langfristigen Risiken des Cannabis-Konsums sind nicht eindeutig geklärt, was auch die Frage nach der Legalität der Droge umstritten sein lässt. Angaben zufolge kann der Konsum Depressionen und Schizophrenie auslösen, beziehungsweise das Auftreten von Persönlichkeitsstörungen begünstigen. Sicher ist jedoch, dass die Konzentration und Aufmerksamkeit bei häufigem Konsum leiden.
Ebenfalls umstritten ist es ob Cannabis die Leistungsmotivation senke oder aber ob Personen mit geringer Leistungsmotivation eher zu dieser Droge greifen und diese somit nicht als Ursache verantwortlich gemacht werden kann. Klar ist inzwischen allerdings, dass ein regelmäßiger Konsum zu irreperablen Schädigungen der Atemwege führt. Das Krebsrisiko wird durch Cannabis verstärkt.
Passiv-Rauchen ist hier nicht im gleichen Sinne wie bei Nikotin möglich: Cannabinoide können lediglich durch aktiven Konsum ins Blut und dann ins Gehirn gelangen. Spuren lassen sich nach Einatmen der Bestandteile allerdings im Urin aufweisen, jedenfalls wenn die Rauchmenge groß genug ist.
Eine körperliche Abhängigkeit von Cannabis ist bislang nicht nachgewiesen, eine psychische Abhängigkeit allerdings schon. Sobald die Kontrolle über den Konsum verloren ist, man also einen Zwang verspürt, Cannabis zu konsumieren, spricht man von Abhängigkeit. Personen, die keinen Abend ohne einen Joint zur Entspannung verbringen können, bezeichnet man als psychisch abhängig, beziehungsweise süchtig. Durch die Toleranzbildung muss zudem eine immer größere Menge geraucht werden um die selbe Wirkung zu erreichen.
Nach einem regelmäßigen Konsum über mehrere Jahre hinweg kann es bei einem Entzug zu körperlichen Entzugserscheinungen kommen.
Der Konsum von Cannabis ist in Deutschland de jure nicht strafbar, der Besitz der Droge hingegen doch. Außerdem sind folgende Dinge gemäß dem Betäubungsmittelgesetz strafbar: der Anbau, die Herstellung, das Verschaffen, der Erwerb, die Ein-, Aus- und Durchfuhr, das Veräußern, das Abgeben, das Verschreiben, das Verabreichen und das Überlassen zum unmittelbaren Verbrauch.
Ein regelmäßiger Konsum muss bei nachgewiesenem Besitz allerdings dennoch ausgeschlossen sein, auch eine Fremdgefährdung darf nicht vorliegen. Cannabis enthält den Wirkstoff Delta-9-THC. Mit rechtsmäßigem, von einem Arzt ausgestellten, Rezept ist der Besitz erlaubt. Cannabis im Straßenverkehr ist strafbar.
Cannabis wird meistens geraucht, teilweise mit Tabak vermischt. Eine weitere Möglichkeit ist das Trinken im Tee. Auch über Speisen kann Cannabis eingenommen werden.
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