Legale Drogen

Legale Drogen sind jene, deren Besitz, Konsum oder Handel in der Gesellschaft ab einem gesetzlich festgelegten Alter erlaubt sind. Darunter fallen unter anderem bestimmte rezeptfreie Medikamente, Alkohol, Nikotin, Koffein und Schnüffelstoffe.

Zigaretten und Alkohol: zwei Beispiele für legal erwerbbare Drogen, die gesellschaftlich akzeptiert sind.
Zigaretten und Alkohol: zwei Beispiele für legal erwerbbare Drogen, die gesellschaftlich akzeptiert sind.

Die Mehrheit legaler Drogen ist gesellschaftlich akzeptiert. Das Teils hohe Suchtpotenzial wird oftmals verharmlost. Obwohl legale Drogen frei erwerblich sind und sowohl Gebrauch als auch Verkauf nicht strafbar sind, ist das Gefahrenpotenzial jedoch keinesfalls zu unterschätzen.

Wirkung

Legale Drogen wirken auf den menschlichen Körper. Koffein und Zigaretten sorgen beispielsweise für eine erhöhte Aufnahmebereitschaft und wirken zunächst gegen Müdigkeit. Alkohol kann dazu beitragen, lockerer zu werden. Auch Schnüffelstoffe verursachen beim Konsumenten ein positives Gefühl. Medikamente wirken entsprechend ihrer Bestimmung. So kann ein Konsument von Schmerzmitteln zum Beispiel mehr und mehr das Verlangen haben, diese zu konsumieren obwohl der Schmerz vielleicht bereits nicht mehr akut ist.

Die legalen Drogen können sich jedoch auch negativ auswirken, wie etwa Alkohol im Straßenverkehr. Ab einem gewissen Maß an Konsum ist der Betroffene nicht mehr imstande ein Fahrzeug zu führen. Eine Wirkung, die ebenfalls durch bestimmte Medikamente oder den Mischkonsum von Alkohol und Medikamenten entstehen kann.

Risiken

Ein regelmäßiger Konsum legaler Drogen kann eine psychische oder physische Abhängigkeit hervorrufen. Oft endet diese Abhängigkeit in körperlichen Schäden, beispielsweise in Form von Lungenkrebs durch Nikotinkonsum oder Leberversagen durch Alkoholkonsum. Da Substanzen wie Alkohol und Zigaretten frei erwerbbar sind, wird ihre Gefahr oft unterschätzt.

Suchtentwicklung

Die Abhängigkeit von legalen Drogen entwickelt sich meist schleichend und unauffällig. Trinkt der Konsument zunächst nur zu bestimmten Anlässen Kaffee oder Alkohol, kann es passieren, dass sich dieses Verhalten häufiger zeigt und der Körper gleichwohl wie die Psyche eine Abhängigkeit entwickeln.

Immer häufiger verspürt der Betroffene dann das Verlangen nach der jeweiligen Substanz. Er gewinnt zunehmend den Eindruck, dass der Konsum ihm gut tut und es ihm besser geht, je öfter er die entsprechende Droge konsumiert. Meist neigen die Betroffenen dazu, eine etwaige Sucht abzustreiten und äußern Feststellungen der Art, dass sie jederzeit mit dem Konsum aufhören könnten, wenn sie dies wollen würden.

Erste Hilfe

Bei einer Überdosis ist grundsätzlich zuerst der Notarzt zu verständigen. Dieser sollte umgehend über die zuvor konsumierten Substanzen informiert werden, damit er den Betroffenen entsprechend behandeln kann. Weitere Informationen bietet unsere Erste-Hilfe-Seite.

Im Falle des Verdachts auf eine Abhängigkeit im Bekanntenkreis, können anonym Beratungsstellen für ein Informationsgespräch aufgesucht werden. Adressen bietet unsere umfangreiche Adressdatenbank.

Recht

Legale Drogen fallen nicht unter das Betäubungsmittelgesetz und sind demnach frei erhältlich. Besitz, Konsum und Handel sind nicht strafbar. Lediglich gibt es bei einigen legalen Drogen bestimmte Altersgrenzen zu beachten, die vom Staat festgelegt werden.

Rechtliche Einschränkungen gibt es beispielsweise hinsichtlich Alkohols im Straßenverkehr. Hier ist zu beachten, dass Fahrzeuge nach dem Alkoholkonsum nicht uneingeschränkt geführt werden dürfen.

Beschaffung/Einnahme

Legale Drogen sind ab einem bestimmten Alter frei erwerblich. Drogen wie Schnüffelstoffe, also zum Beispiel Benzin oder Klebstoffe, können hingegen ohne Altersbeschränkung erworben werden. Zigaretten hingegen dürfen seit 2007 erst an in Deutschland volljährige Personen abgegeben werden.

Die Einnahme erfolgt auf unterschiedliche Arten, abhängig von der jeweiligen Droge. Alkohol wird überwiegend getrunken, Nikotin über Zigarettenkonsum aufgenommen. Medikamente können beispielsweise in Tablettenform eingenommen werden, als Beispiel sind Schmerzmittel gegen Kopfschmerzen möglich. Koffein kann in Form von Kaffee oder anderen koffeinhaltigen Getränken wie Tee oder Kakao konsumiert werden. Auch in Schokolade ist Koffein enthalten, ebenso wie in diversen Energy-Drinks.

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