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Heroin, um das Jahr 1900 herum noch von der Firma Bayer als Medikament verkauft, gilt als die wirksamste, körperlich wie psychisch abhängig machende Droge, die aktuell bekannt ist. Heroin wird durch chemische Prozesse aus dem Rohopium des Schlafmohns gewonnen. Es handelt sich dann um weißes Pulver, das betäubend und euphorisierend wirkt.
Zu Beginn kommt es häufig zu einer Euphorie, dem so genannten “flash”. Das Selbstbewusstsein wird gesteigert, Probleme verlieren an Bedeutung. Weiterhin kann es zu beruhigenden und einschläfernden Auswirkungen kommen. Die Einnahme von Heroin kann außerdem schmerzstillend wirken. Sinneswahrnehmungen verblassen zunehmend.
Bei einem regelmäßigen Konsum bestehen folgende Gefahren: Bewusstlosigkeit, Atemlähmung oder auch eine Herzschwäche, die zum Tode führt. Insbesondere gefährlich ist das Risiko einer Überdosis – bereits 5 mg können giftig wirken. Des Weiteren ist eine Infektion durch nicht-sterile Spritzen möglich.
Generell besteht das Risiko der sich schnell einstellenden Abhängigkeit. Alleine die Tatsache, dass Heroin nie gleich Heroin ist, macht auch bei regelmäßigem Konsum die Gefahr einer (tödlichen) Überdosis möglich.
Meist ist bei Heroinabhängigen eine soziale Verelendung mit starkem körperlichen Verfall zu beobachten. Gesundheitliche Schäden wie Zahnausfall, Leberschäden, Erkrankungen der Lunge oder Herzentzündungen sind weit verbreitet. Durch eventuell auftretende Hirnkrämpfe kann es zu äußerlichen Verletzungen jeglicher Art kommen, beispielsweise zu Knochenbrüchen in Folge von Stürzen.
Im Zusammenhang mit Heroinkonsum stehen häufig Beschaffungskriminalität oder Prostitution.
Bereits nach kurzem Konsum kann man von einer körperlichen und psychischen Abhängigkeit sprechen. Der Betroffene konsumiert dann etwa zwischen 0,5 und drei Gramm Heroin pro Tag. Diese sind gewöhnlich auf mindestens drei Injektionen verteilt, die bei einer Nichtgewöhnung tödlich wirken würden.
Anzeichen für eine Sucht sind herumliegende Spritzen oder Löffel mit Rußrückständen. Auf letzteren wird beispielsweise Heroin verflüssigt. Einstichstellen oder Vernarbungen an den Innenseiten der Arme oder Ellenbogen können ebenfalls auf eine Sucht hinweisen.
Die rasch sinkende Toleranz führt zu immer kürzeren Zeitabständen zwischen der Einnahme. Entzugserscheinungen sind unter anderem Zittern, Schwitzen und Frieren, starke Gliedschmerzen, Schlafstörungen oder Kreislaufzusammenbrüche. Meist wird der nächste Schuss dann nicht wegen des euphorischen Empfindens gesetzt, sondern um einen Normalzustand zu erreichen.
Der körperliche Entzug dauert meist fünf bis sieben Tage, nur sehr selten länger als zwei Wochen. Ein ärztlich Begleiteter Entzug ist mit Substitution sowie einer Suchttherapie möglich.
Bei einer Überdosis ist umgehend ein Notarzt zu verständigen. Mehr Informationen zur Rettungsmaßnahmen auf unserer Erste-Hilfe-Seite.
Bei Heroin handelt es sich um eine illegale Substanz. Besitz, Anbau und Handel sind gesetzlich verboten und werden strafrechtlich verfolgt.
Heroin wird meist gespritzt, wozu etwa 10 mg benötigt werden. Dazu wird das Heroinpulver in Wasser erhitzt und somit gelöst. Durch Watte oder Zigarettenfilter wird es anschließend aufgezogen. Weitere Möglichkeiten zur Einnahme sind das Rauchen oder Schnupfen. Vor dem Rauchen wird das Heroin auf einer Alufolie erhitzt und die dabei entstehenden Dämpfe werden durch ein Rohr aufgenommen. Hier werden etwa 25 mg Pulver benötigt.
Auf illegalen Märkten erhält man Heroin in verschiedenen Qualitäten. Teilweise sind andere Wirkstoffe dazu gemischt. Der Wirkstoffgehalt des Heroins schwankt etwa zwischen zehn und 95 Prozent. Bei mittelmäßiger Qualität liegt er bei rund 50 Prozent.
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