Direkt zu: Navigation, Suche
Als Sucht bezeichnet man eine krankhafte oder zwanghafte Abhängigkeit von Substanzen oder bestimmten Verhaltensweisen. Diese Abhängigkeit führt zu einem extremen Verlangen, bestimmte Substanzen einzunehmen oder Verhaltensweisen anzunehmen um einen gewissen Grad an Befriedigung zu finden.
Oft stellt sich eine so genannte Toleranz schnell ein, was einen immer größerern Konsum beziehungsweise ein immer häufiger auftretendes Verhalten zur Folge hat. Eine Sucht entwickelt sich über einen kurzen oder längeren Zeitraum, meist jedoch unbemerkt. Während zu Beginn noch ein Genuss zu verspüren war, wird es für Körper oder Psyche mit der Zeit immer schwieriger ohne den entsprechenden Stoff zufrieden sein zu können.
Ähnlich ist es mit Verhaltensweisen, die plötzlich immer mehr in den Vordergrund treten. Anders gesagt, kann man die Entstehung einer Sucht auch folgendermaßen gliedern: Der Genuss führt zu einer Intensivierung, diese führt zur Gewohnheit, die Gewohnheit führt zu einem Missbrauch und schon ist man süchtig.
Während bei den meisten der stoffgebundenen Süchte eine körperliche und oft auch eine psychische Abhängigkeit entstehen, so handelt es sich bei nichtstofflichen Süchten fast immer nur um psychische Abhängigkeiten, die nicht selten in Verbindung mit schwerwiegenden sozialen Folgen und dadurch auch wieder mit Gesundheitsschäden stehen.
Am Beispiel einer körperlichen Abhängigkeit sei erklärt, dass der Körper die Substanz nicht minder benötigt als Essen oder Trinken. Schon nach kurzen Pausen des Konsums reagiert der Körper, teils mit heftigen, Entzugserscheinungen. Bei psychischen Abhängigkeiten wird eine bestimmte Verhaltensweise benötigt um den Alltag am Laufen zu halten und für ein inneres Gleichgewicht und eine Ausgewogenheit bei dem Betroffenen zu sorgen.
Aufklärung scheint hier zunächst das Wichtigste. Betroffene und Angehörige sollten sich der Sucht sowie ihren Risiken bewusst sein oder werden. In keinem Fall sollte eine Verurteilung des Betroffenen vorkommen. Im Gegenteil: der Betroffene sollte ermutigt werden sich zu öffnen, die Hoffnungen auf Besserung sollten ihm aufgezeigt werden. Seine Beweggründe zum Konsum oder zur Abhängigkeit von Verhaltensweisen sind äußerst wichtig und sollten somit auf offene Ohren treffen.
Beratungsstellen dienen als erster Anlaufpunkt. Hier kann man sich – auch anonym – umfassend über Süchte und Suchtmittel, sowie Wege aus der Sucht beraten lassen.
Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt.
Sein Inhalt darf - auch auszugsweise - nur nach vorheriger Genehmigung durch Suchtmittel.de verwertet werden.